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Erstzulassung eines Gebrauchtfahrzeuges / Zulassung aus einem anderen Staat

Allgemeine Informationen

Wenn ein Fahrzeug gebraucht aus dem Ausland zugelassen wird, handelt es sich um eine Erstzulassung für ein Gebrauchtfahrzeug.

Welche Unterlagen sind mitzubringen?

  • ausländische Fahrzeugpapiere im Original;
    in den Ländern Dänemark, Finnland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweden bestehen die Fahrzeugpapiere aus zwei Teilen
  • EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier)
  • Prüfbericht der letzten gültigen Hauptuntersuchung (HU); entfällt bei Fahrzeugen, deren erste HU noch nicht fällig war
    Der Original-HU-Bericht ist immer vorzulegen. Die bisher ausgeübte Praxis, dass Stempel in den Zulassungsbescheinigungen Teil 1 bzw. Kopien von HU-Berichten akzeptiert werden, wird nicht mehr angewendet.
  • ausländische Kennzeichenschilder, falls vorhanden
  • Umsatzsteuererklärung für das Finanzamt: nur erforderlich, wenn das Fahrzeug noch keine 6.000 km zurückgelegt hat oder dessen erste Inbetriebnahme zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht mehr als 6 Monate zurückliegt (PDF-Formular)
  • Nachweis der Halterdaten
    • bei natürlichen Personen (Privatpersonen):
      Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung (nicht älter als sechs Monate); der Führerschein ist kein Ausweisdokument und wird nicht akzeptiert.
    • bei Zulassung für Minderjährige:
      Einwilligungserklärung der Erziehungsberechtigten (PDF-Formular) und Ausweise beider Erziehungsberechtigten
    • bei juristischen Personen (z. B. Firmen):
      • aktueller Auszug aus dem Gewerberegister / Gewerbeanmeldung, aus der die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer / die Prokuristin bzw. der Prokurist hervorgeht (nicht älter als 3 Jahre)
      • Vollmacht, die von der Geschäftsführerin bzw. dem Geschäftsführer / der Prokuristin bzw. dem Prokuristen zu unterzeichnen ist
      • Personalausweis der Geschäftsführerin bzw. des Geschäftsführers / der Prokuristin bzw. des Prokuristen in Kopie
  • Versicherungsbestätigung (EVB-Nummer)
  • Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer (SEPA-Lastschriftmandat) (PDF-Formular)
  • ggf. Vollmacht, falls der Fahrzeughalter nicht persönlich erscheint (Ausweis der bevollmächtigten Person ist zusätzlich vorzulegen) (PDF-Formular)

Muss das Fahrzeug vorgeführt werden?
Wenn ein Fahrzeug aus dem Ausland nach Deutschland importiert wird, muss vor der Zulassung die Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN) am Fahrzeug geprüft werden. Im Normalfall ist das Fahrzeug dann bei der Zulassungsstelle vorzuführen und die FIN wird von einer Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter der Zulassungsstelle kontrolliert.

Um das ganze Verfahren zu vereinfachen, wird auf die Vorführung des Fahrzeuges verzichtet, wenn ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen vorliegt. In diesem Gutachten (nach § 13 EG-FGV, §§ 19, 21, 29 StVZO o. Ä.) wird u. a. die FIN mit angegeben - damit wird sichergestellt, dass sich das Fahrzeug in Deutschland befindet.

Was ist, wenn die ausländischen Fahrzeugpapiere verloren gegangen sind?
Bei Verlust der ausländischen Fahrzeugpapiere ist eine schriftliche oder elektronische, beglaubigte und übersetzte Bestätigung der zuständigen ausländischen Behörde vorzulegen, die besagt, dass die antragstellende Person zur Zulassung in einem anderen Staat berechtigt ist. Ein Eigentumsnachweis (Kaufvertrag) ist vorzulegen.

Welche Gebühren fallen an?
Die Grundgebühr beträgt 27,60 EUR. Hinzu kommen ggf. weitere Gebühren für u. a. die Ausstellung einer neuen Zulassungsbescheinigung Teil II, für die Zuteilung und Reservierung eines Wunschkennzeichens oder für die Ausstellung einer Feinstaubplakette. Die Gebühren richten sich nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr.


Ansprechpartner/in
Information Kfz-Zulassung
Telefon: 04231 15-245
Telefax: 04231 15-608
E-Mail:
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