Am zweiten Wochenende im April startet die Reihe „Klassik im Schloss“ in die neue Spielzeit. Den Auftakt machen am 11. und 12. April der ukrainische Geiger Georgii Moroz und der italienische Pianist Jacopo Giovannini mit einem vielseitigen Programm für Violine und Klavier. Neben Werken von Jean Sibelius sowie Saint-Saëns und Ysaÿe stehen Kompositionen von Béla Bartók, Johannes Brahms und Sergej Prokofjew auf dem Programm im Schloss Etelsen.

Sind am 11. und 12. April zu Gast im Schloss Etelsen: der ukrainische Geiger Georgii Moroz (links) und der italienische Pianist Jacopo Giovannini. (Foto rechts: Georgy Dorofeev)
Mit den Rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók erklingt Musik, die unmittelbar aus der Volksmusikforschung des Komponisten hervorgegangen ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts reiste Bartók durch die Regionen des damaligen Königreichs Ungarn und sammelte dort Melodien und Tänze der ländlichen Bevölkerung. Aus diesem Material formte er 1915 eine Suite aus sieben kurzen Stücken, deren rhythmische Energie und ursprünglicher Charakter bis heute ihren besonderen Reiz ausmachen.
Im Zentrum des Abends steht die Violinsonate Nr. 3 d-Moll op. 108 von Johannes Brahms. Das 1888 vollendete Werk gehört zu den bedeutendsten Sonaten des romantischen Repertoires für Violine und Klavier. In ihr verbindet Brahms dramatische Spannungen mit lyrischen Momenten; zugleich greift er musikalische Idiome auf, die er mit der ungarischen Musik seiner Zeit verband.
Den Abschluss bildet die Violinsonate Nr. 1 f-Moll op. 80 von Sergej Prokofjew. Das zwischen 1938 und 1946 entstandene Werk wurde dem Geiger David Oistrach gewidmet und verbindet die intime Form der Violinsonate mit einem weit gespannten, beinahe sinfonischen Ausdruck. So spannt das Programm einen Bogen von folkloristisch geprägten Miniaturen über die romantische Sonatenkunst bis zur expressiven Klangwelt des 20. Jahrhunderts.
Moroz, in Kyjiw geboren und heute Student an der Hochschule Hanns Eisler Berlin bei Antje Weithaas, ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Singapore International Violin Competition und der Alberto Lysy Competition in Gstaad.
Giovannini, der bereits als Kind international auftrat und heute in renommierten Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York oder der Alten Oper Frankfurt zu hören ist, ist sowohl als Solist wie auch als Kammermusiker gefragt.
Die drei Konzerte finden am Samstag um 20 Uhr sowie am Sonntag um 11 und um 19 Uhr statt. Karten können telefonisch bei Erika Ziemann unter 04231 84909 (montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr) sowie per E-Mail an erika_ziemann@hotmail.com bestellt werden. Das ausführliche Programm der Schlosskonzerte können Sie hier abrufen.
Pressemitteilung Landkreis Verden 01.04.2026



