Die Lage rund um vermüllte Altkleidercontainer hatte sich gerade beruhigt, nun kommt ein neues Kapitel hinzu: Ein Containerbetreiber hat ohne Vorankündigung seine sämtlichen Container abgebaut. Vom Abzug der Container ist besonders die Stadt Verden betroffen, doch auch in anderen Städten und Gemeinden wurden bereits Altkleidercontainer entfernt. Schon länger hatte die Abfallwirtschaft des Landkreises Verden davor gewarnt, dass der zunehmende Missbrauch der Containerstellplätze für illegale Abfallbeseitigungen zur Einstellung solcher Sammlungen führen kann.
Allein im Verdener Stadtgebiet wurden mehr als 20 Altkleidercontainer an zehn Standorten auf öffentlichem Grund entfernt. Bereits im Vorfeld hatte die Verdener Stadtverwaltung mehrfach versucht, einen Abbau der Container zu verhindern und dem Sammelbetrieb sogar einen Gebührenverzicht angeboten. Trotz aller Bemühungen hat sich das Unternehmen dazu entschieden, die Containerstandorte aufzugeben. „Wir bedauern die Entwicklung sehr, da die Container für viele Bürgerinnen und Bürger eine ortsnahe und einfache Abgabestelle waren“, erklärt Philipp Rohlfing, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Verden.
Fest steht auch, dass die verbliebenen Container, einschließlich derer auf den kreiseigenen Abfallhöfen, diese Lücke nicht von heute auf morgen schließen können. Zurzeit werden mögliche Alternativen geprüft. Der Landkreis appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, Altkleider noch eine Weile zu Hause aufzubewahren, bis eine Lösung gefunden wurde. „Keinesfalls dürfen die Altkleidersäcke einfach neben die verbliebenen Container gestellt werden. Selbst im Beutel werden diese aufgrund der Feuchtigkeit unbrauchbar und müssten als Restmüll entsorgt werden. Dann wären auch die letzten frei zugänglichen Containerstandorte gefährdet“, fürchtet Henning Koröde, Leiter der Abteilung Abfall beim Landkreis.


