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Die Ausgrabungen in der Strukturstraße 7 in Verden

Mehrere Stampflehmschichten übereinander zeigen, dass die Fußböden auch früher schon erneuert wurden. Meistens arbeiten Archäologen bei Wind und Wetter unter freiem Himmel. In der Strukturstraße 7 in Verden war das anders. Das Fachwerkgebäude von 1577 wurde im Sommer 2004 von Grund auf saniert. Die Archäologen gingen dabei unter dem Haus in die Tiefe.
Dort fanden sie Überreste der Nutzung dieses Hauses, die sich dort in mehr als 400 Jahren angesammelt hatten. Weil die Bewohner stets auf Sauberkeit hielten, waren das nur wenige Scherben von zerbrochenen Töpfen und Gläsern, sondern hauptsächlich ehemalige Gebäudeteile: Fußböden aus Stampflehm, Mauerreste und Feuerstellen. Sie dokumentieren Umbauten und Nutzungsänderungen, die in so einer langen Hausgeschichte nicht ausbleiben.

Zerbrochen, weggeworfen, nicht aufbewahrt: Funde aus den Fußbodenschichten unter dem Fachwerkhaus in der Strukturstraße 7. Die größte Überraschung war, dass das Haus auf der Rückseite einen Anbau hatte. Er stand mindestens 130 Jahre, von etwa 1808 bis 1936, dann riss man ihn ab und baute die Nordfassade auf ihre ursprüngliche Lage zurück. Erstaunlicherweise gibt es keine Fotos, die diesen Anbau zeigen. Im Innern konnte der Umbau von einem ursprünglich zwei- zu einem dreischiffigen Gebäude nachgewiesen werden. Eine gepflasterte Feuerstelle auf der Diele blieb bei der Sanierung erhalten und soll zukünftig in einem archäologischen Fenster zu sehen sein.
Für Fotos oder andere Hinweise auf den Anbau auf der Rückseite der Strukturstraße 7 ist die Kreisarchäologie dankbar!


