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Eichenprozessionsspinner im Landkreis Verden

Raupen des Eichenprozessionsspinners In Deutschland sind infolge der Massenvermehrungen des Eichenprozessionsspinners (kurz: EPS) mittlerweile nahezu alle Bundesländer betroffen. Nach den heißen Sommern und den milden Wintern seit 2003 ist eine Ausbreitung und Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners auch in Niedersachsen zu beobachten. Im Landkreis Verden ist die Schmetterlingsart im Juni 2023 erstmals entdeckt worden. Es gab Meldungen für Verden, Achim, Oyten und Thedinghausen. Eine weitere Ausbreitung in den kommenden Jahren ist wahrscheinlich. Der Landkreis ruft daher zur erhöhten Vorsicht auf.
Die Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner ist in den Monaten Mai bis Juli am größten.
Der Eichenprozessionsspinner lebt nur auf Eichen. Bei dem Befall von anderen Bäumen und Sträuchern handelt es sich nicht um den EPS, sondern um Gespinstmotten oder sonstige Raupen. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtschmetterling, der seine Eier in den Kronen von freistehenden, älteren Eichen ablegt. Die Weibchen tarnen ihre Gelege mit grauen Schuppen und Sekret. Anfang Mai schlüpfen die jungen Raupen. Nach der zweiten Häutung bilden sie kurze Brennhaare (Setae) aus, die die Raupen wirksam vor Fressfeinden schützen.
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind bei einem Kontakt, der auch durch Windverwehungen verursacht werden kann, ebenso gefährlich wie die Pfade der Raupen, die Häutungsreste und die Gespinstnester. Hierdurch können allergische Reaktionen ausgelöst werden.
Nähere Information zum Eichenprozessionsspinner, der hiervon ausgehenden Gefährdung und wie Sie sich schützen können, finden Sie auf der nachstehenden Internetseite des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA).

Eiche mit kleinem Gespinst des Eichenprozessionsspinners

Gespinst des Eichenprozessionsspinners
