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Ein Töpferofen bei Völkersen

Aus vielen kleinen Scherben zusammengesetztes Gefäß, davor zwei völlig verglühte Scherben. Nördlich von Völkersen entsteht gerade eine neue Sandgrube. Weil in der Gegend immer wieder archäologische Funde aufgetaucht waren, haben Mitarbeiter der Kreisarchäologie die Erdarbeiten beobachtet.
Die Sandgrube liegt an einem der Hänge des Düvelshagens, ein windiger, zugiger Platz. Das haben die Menschen vor ein paar tausend Jahren auch beobachtet und deswegen hier einen Töpferofen betrieben. Er wurde bei den Erdarbeiten entdeckt und so zügig ausgegraben, dass das für den Sandgrubenbetreiber keinerlei zeitliche Verzögerung mit sich brachte.
Wie der Töpferofen einmal konstruiert war, ließ sich nicht mehr feststellen. Aber zahlreiche verglühte Scherben zeigen, dass der Ofen durchgegangen ist. Der Ofen wurde weitab von der nächsten Siedlung betrieben, wohl um die Feuergefahr möglichst niedrig zu halten.

Schnitt durch die Überreste eines Töpferofens. Man erkennt schwarze, holzkohlehaltige Erde unter lehmhaltigen Schichten, dazwischen Tonscherben, viele von ihnen völlig verglüht.