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Ein Urnenfriedhof bei Holtum-Geest
Auf dem Friedhof in Holtum-Geest war schon einmal einer: in der Eisenzeit vor rund 2500 Jahren. Wenn heute Gräber ausgehoben werden, passiert es nicht selten, dass dabei sehr viel ältere Urnengräber ans Licht kommen.
So auch im Frühjahr 2003: Als bei der Grabpflege ein überalterter Wacholderstrauch herausgerissen wurde, steckten in seinen Wurzeln die Reste einer eisenzeitlichen Urne. Die Inhaber der Grabstelle verständigten sofort die Kreisarchäologie, und der Grabungstechniker Andreas Wesemann legte im näheren Umkreis zwei weitere Urnen frei. Alle waren schon stark beschädigt.
In einigen Urnen lagen kleine Gefäße, wohl Behälter mit Speis' oder Trank für die Toten, eine Urne enthielt sogar eine Beigabe aus Eisen, die gerade im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover restauriert wird. Auch in Zukunft ist jederzeit mit der Entdeckung weiterer Urnen auf dem Holtumer Friedhof zu rechnen.
Im ungestörten gelben Sand erkennt man direkt unter dem Mutterboden die Reste einer Urne.

Noch kann man nicht genau erkennen, was sich unter dem Rost verbirgt, aber wahrscheinlich wird es eine Gewandnadel sein.