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Fachwerkspeicher im Landkreis Verden
Mit der Bezeichnung Fachwerkbau wird zunächst nur ein äußerliches Merkmal von traditionellen Häusern unserer Region benannt, nämlich der Aufbau des Gebäudes und speziell auch der Außenwände in Fachwerkbauweise. Gemeint ist damit, sehr vereinfacht, dass ein Rahmenwerk aus Holz aufgerichtet ist, in dem die einzelnen Gefache mit einem lehmbeworfenen Holzflechtwerk oder mit Ziegelsteinen ausgefüllt werden können.
Die Grundlage des hölzernen Fachwerks bildet im Allgemeinen ein auf Steinen liegender Schwellbalken, in den senkrechte Balken, Ständer oder Stiele genannt, eingezapft sind. Waagerecht sind diese durch Riegel verbunden und gegebenenfalls durch schräge Streben versteift. Den oberen Abschluss eines solchen Fachwerks bildet der Rahmenbalken, das sogenannte Rähm. Im rechten Winkel werden dann auf das Rähm Querbalken gelegt. Sie können die Dachkonstruktion tragen, letztlich bestehend aus Fachwerkträgern, oder - bei mehrgeschossiger Bauweise - wiederum die Schwellen für das nächste Geschoß.
Speicherbauten waren nur auf größeren Höfen üblich. Ein Speicher sollte einen sicheren Lagerraum in einem getrennten Gebäude bieten. Hier lagerte man das geerntete Getreide zum laufenden Lebensunterhalt und das Saatgut für das nächste Jahr. Er musste den Anforderungen entsprechend gebaut sein. Doch seine Bauweise ermöglichte eine individuelle Gestaltung und verkörpert den Ausdruck bäuerlicher Baukultur der jeweiligen Region, wie auf den Fotos zu sehen ist.

(Foto: Gerhard Precht, Landkreis Verden)

(Foto: Gerhard Precht, Landkreis Verden)

(Foto: Gerhard Precht, Landkreis Verden)

(Foto: Gerhard Precht, Landkreis Verden)