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Grubenhäuser neben dem Verdener Dom
Der Spinnwirtel lag in einem der beiden Grubenhäuser, ein Indiz, dass das eine Webhütte war.In Verden wird gerade ein neuer Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt. Er führt vom Anita-Augspurg-Platz über die Grüne Strasse bis zur Eitzer Strasse. Es ist der Aufmerksamkeit des Vorarbeiters Gerhard Schröder von der Firma Otto Schröder, Schneverdingen, zu verdanken, dass hier ein Grubenhaus entdeckt wurde.
Die Baugrube für den Kanal ist nur 90 cm breit. Mitten auf dem Anita-Augspurg-Platz durchschnitt sie ein Grubenhaus, das ist eine eingegrabene Hütte. In solchen Grubenhäusern wurde früher oft gewebt, weil die Luft darin so feucht war, wie man es für die Leinenweberei braucht. Ob auch dieses Grubenhaus so genutzt wurde, ließ sich nicht feststellen, dafür war der ausgegrabene Ausschnitt einfach zu klein. Direkt daneben stellten die Mitarbeiter der Kreisarchäologie ein zweites Grubenhaus fest. Es war mindestens 3 Meter lang, die Breite konnte nicht festgestellt werden. Darin fanden sie einen Spinnwirtel, erstes Indiz, dass das tatsächlich Webhütten waren.
Eine wichtige Frage konnte nicht geklärt werden, die nach dem Alter. Der größte Teil der beiden Grubenhäuser steckt noch im Boden, und da soll er auch bleiben. Die Kanalarbeiten sind noch nicht abgeschlossen und werden weiter beobachtet.

Blick auf eines der beiden Grubenhäuser unter dem Anita-Augspurg-Platz. Weil im schmalen Kanalgraben kein Platz zum Fotografieren ist, mussten die Fotos schräg von oben aufgenommen werden, deshalb die starke Verzerrung. Die rote Spundwand oben dient der Sicherheit der Arbeitskräfte, die dunkelbraune Schicht darunter ist die Verfüllung des Grubenhauses.