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Mit dem Fahrrad in die Vergangenheit - Grabung an der Radwegtrasse bei Embsen

Auf der Radwegtrasse zeichnet sich eine dunkle Abfallgrube im helleren umgebenden Sand ab (Foto: Bernd Steffens: Landkreis Verden). Wer von Oyten nach Achim radelt, fährt über historischen Boden. Kurz bevor die ersten Häuser von Embsen auftauchen und man am Abhang noch einmal richtig Fahrt aufnimmt, liegt der Asphalt auf archäologischen Spuren. Als der Radweg im Sommer 2011 gebaut wurde, hat die Kreisarchäologie sie entdeckt. Die Ausgräber fanden mehrere Abfallgruben, in denen im 2./3. Jahrhundert zerbrochenes Tongeschirr entsorgt wurde. Wo Abfall vergraben ist, können die Häuser nicht weit sein. Sie wurden auf der schmalen Radwegtrasse zwar nicht gefunden, man kann aber davon ausgehen, dass ihre Überreste noch in der Erde auf den Äckern ringsum verborgen sind.
Fibel des 5. Jahrhunderts (Foto: Bernd Steffens: Landkreis Verden).Vor rund 2000 Jahren bewohnten germanische Stämme das Land an der Weser. Sie wohnten in Gehöften, die aus Wohnstallhäusern und verschiedenen Nebengebäuden bestanden. Das Tongeschirr diente im Haushalt zum Kochen, Essen oder Aufbewahren der Speisen. Außerdem wurde hier eine Bronze-Fibel des 5. Jahrhunderts gefunden. Fibeln waren die Sicherheitsnadeln und die Broschen der Antike.