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Naturraum Achim-Verdener Geest
Naturräumliche Region:
Stader Geest
Größe: 34.400 ha (Anteil im Kreisgebiet)
Geomorphologie/Topographie:
Flachwelliges Grundmoränengebiet (Kuppen mit Höhen von 30 bis 74 m über NN) mit Niederungszonen, bestehend aus Nieder- und Hochmooren; teilweise deutlich eingeschnittene Niederungsrinnen (Schmelzwasserrinnen). Stark abwechselndes Relief.
Kuppen:
- Steinberg, nördlich Verden-Walle, ca. 74 m über NN
- Wittkoppenberg nördlich Achim-Borstel, ca. 31 m über NN
- Verdener Berg, Achim-Baden, ca. 41 m über NN
- Lohberg südöstlich Hohenaverbergen/Kirchlinteln, ca. 47 m über NN
- Hüttenberg, zwischen Kükenmoor-Groß Heins/Kirchlinteln, ca. 56 m über NN

Achim-Verdener Geest: Holtumer Moor (Foto: Klaus Saalfeld/Landkreis Verden)
Niederungen/Niederungsrinnen:
Langwedeler Niederungen bestehend aus Ottersberger Moor, Posthausener Moor, Badenermoor und Kiebitzmoor, Bassener Mühlengraben, Kienmoor - nördlich Völkersen, Holtumer Moor - nördlich Holtum (Geest), Halseniederung, Gohbachniederung mit Zuflüssen, Lehrdeniederung, Drommelbeckniederung, Verdener Moor
Besonderheiten:
Geestkante: sie erhebt sich aus der Weser-Aller-Niederung und durchzieht das Kreisgebiet von Südosten nach Nordwesten, Höhe von 10 bis 30 m und unterschiedlich steil ausgeprägt, unterbrochen durch die Taleinschnitte der Geestbäche und der o. g. ca. 2 km breiten Langwedeler Niederung (Bereich zwischen Langwedel und Förth).
Holtumer Moor: es hat sich in einer ca. 6 qkm großen und 20 m tiefen Mulde entwickelt. Der Einsenkungstrichter/Holtumer Einbruchkessel hat sich wahrscheinlich durch die Ablaugung des nah an der Oberfläche liegenden Salzgesteines entwickelt.
Boden/Grundwasser:
- auf den Kuppen: Podsole mit niedrigen Grundwasserständen
- an den Hängen: Pseudogley-Podsole mit unterschiedlichen Grundwasserständen
- in den Niederungen: Gleye sowie Moorböden mit hohen Grundwasserständen
Oberflächengewässer, fließend:
Bassener Mühlengraben, Scheefmoorgraben, Langwedeler Mühlenbach, Goldbach, Halse, Gohbach, Lehrde
Oberflächengewässer, stehend:
Moorteiche bei Embsen - Pracher Moor, Buller See - Steinberg/Langwedel, Brammer See - Brammer/Kirchlinteln und durch Abbau von Ton, Mergel und Sand entstandene Gewässer
Biotoptypen (Flächenanteile):
- 25 % bis 50 % Acker;
- 5 % bis 25 % artenreiches Grünland, Nadelwald und -forsten
- bis 5 % Feucht- und Nassgrünland, Heiden und Magerrasen, Röhricht und Hochstaudenfluren
Tierarten:
- Amphibien: Grasfrosch, Wasserfrosch, Erdkröte, Teichmolch, Moorfrosch, Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch, Kamm-Molch
- Greifvögel: Wespenbussard, Sperber, Mäusebussard, Baumfalke und Habicht
- Singvögel: Feldlerche, Heidelerche, Heckenbraunelle, Sumpfrohrsänger, Mönchsgrasmücke, Ortolan und Rohrammer
Baumarten:
Stieleiche, Sandbirke, Eberesche, Moorbirke und Erle
Land-/Forstwirtschaft:
- Ackerbau auf den höheren Lagen, Grünlandnutzung in den Niederungen
- Forstwirtschaft auf den höheren trockeneren Lagen, große zusammenhängende Bereiche: Spangerholz, Wedeholz, Botterbusch, Steinberg, Großes Holz, Wittkoppenberg, Etelsener Holz
Siedlung/Ortsränder:
- Findorffsche Moorsiedlung im Bereich Posthausen
- Siedlungen auf den Hängen, Hofanlagen mit Hofgehölzen aus Eichen