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Naturraum Aller-Talsandebene
Naturräumliche Region:
Weser-Aller-Flachland
Größe: 6.780 ha (Anteil im Kreisgebiet)
Geomorphologie/Topographie:
Relativ ebene in nordwestlicher Richtung leicht abfallende Niederung der Aller, von 17 m über NN auf 15 m über NN abfallend; die Talsandplatte ist relativ eben mit eingestreuten etwas tiefer liegenden Senken, Höhen von 15 bis 18 m über NN; leichte Dünen am Westrand des Allertales zwischen Westen und Hülsen, am Nordrand der Allerniederung hoch aufgesetzte Dünenwälle zwischen Otersen und Wittlohe, teilweise Höhen um 30 m über NN, mit eingelagerten Senken mit Moorbildung; der östlich an die Dünen angrenzende Moorbereich ist relativ eben und hat eine Höhe von 17 bis 18 m über NN.
Besonderheit:
Dünen zwischen Otersen und Wittlohe mit fast unverändertem Relief

Aller-Talsandebene: Blick auf die Aller bei Westen (Foto: Klaus Saalfeld/Landkreis Verden)
Boden/Grundwasser:
- Gleyböden in der Allerniederung mit hohen Grundwasserständen
- Niedermoorböden auf Talsandplatte mit relativ hohen Grundwasserständen (z. B. Stedorfer Bruch)
- weitere Moorböden östlich des Otersener-Wittloher Dünenstreifens, dort auch teilweise Hochmoorbildung; im Bereich der Dünen Podsol und Podsol-Ranker mit sehr tiefen Grundwasserständen
Oberflächengewässer, fließend:
Aller, Vethbach, Unterlauf der Lehrde, Meesegraben und diverse Entwässerungsgräben
Oberflächengewässer, stehend:
Mühlensee und Otersener See
Biotoptypen (Flächenanteile):
- 25 % bis 50 %: Acker
- 5 % bis 25 %: Nadelwälder und -forsten und mesophiles Grünland
- unter 5 %: naturnahe Laubwälder inkl. feuchter bis nasser Ausprägung, naturnahe Fließ- und Stillgewässer, Röhrichte und Hochstauden, Hoch- und Übergangsmoore und Intensivgrünland
Besonderheit:
Der einzige Auwald im Kreisgebiet liegt südöstlich von Barnstedt.
Tierarten:
- Amphibien: Erdkröte und Grünfrosch
- Vogelarten: Weißstorch, Graureiher und Eisvogel
Baumarten:
Stieleiche, Esche, Erle, Mandelblättrige Weide, Bruch- und Korbweide sowie Birke
Land-/Forstwirtschaft:
- Schwerpunkt Ackerbau, teilweise auch Überschwemmungsgebiet; Gründlandnutzung nur auf tieferliegenden Flächen
- Forstwirtschaft auf den feuchteren sowie den trockeneren Standorten, z. B. Stedorfer Bruch, Diensthoper Holz, Höpen, Westener Holz und auf den Dünen zwischen Wittlohe und Otersen
Siedlung/Ortsränder:
- Siedlungen am Rand der Allerniederung zwischen den Dünen außerhalb des Überschwemmungsbereiches: Otersen, Wittlohe, Hülsen und Westen
- landwirtschaftlich geprägte Siedlungen mit Tendenz zum Wohnen
- Hülsen teilweise durch Kaliabbau/Arbeitersiedlung geprägt
- Diensthop einzige Siedlung auf der Talsandplatte, sonst nur große Einzelhöfe wie Hiddinghausen und Borstel