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Wiedervernässung des Weißen Moores (Odeweger Moor)
Die Untere Naturschutzbehörde möchte bis Ende 2022 die einleitenden Maßnahmen zur Wiedervernässung eines ca. 76 ha großen Teilbereiches des Odeweger Moores umsetzen. Das sogenannte "Weiße Moor" liegt ca. drei km südöstlich von Kirchwalsede an der Grenze zwischen den Landkreisen Verden und Rotenburg (Wümme).
Durch den Einbau von regulierbaren Stauen in vorhandene Entwässerungsgräben soll die Wasserrückhaltung im Moor erhöht, die klimarelevante Zersetzung von Hochmoortorf gestoppt und die Regeneration typischer Hochmoorvegetation eingeleitet werden.

Blick ins Odeweger Moor (Foto: Arne von Brill)
Die Maßnahmen sollen - vorbehaltlich der wasserrechtlichen Genehmigung - im Oktober/November 2022 durchgeführt werden. Ein hydraulisches Gutachten liegt seit kurzem vor. Die Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit den betroffenen Flächeneigentümern. Angrenzende landwirtschaftliche Flächen sind von den Maßnahmen nicht betroffen.
Durch die im Odeweger Moor geplanten wasserbaulichen Maßnahmen wird nicht nur klimaschädliches CO2 zurückgehalten, sondern gleichzeitig auch die Wasserrückhaltefähigkeit des Moores gestärkt. Dadurch können Niederschlagsereignisse, auch Starkregen, im Moor zurückgehalten werden, so dass Hochwasserereignisse auf angrenzenden Flächen gedämpft werden. Im Sommer wird andererseits das zurückgehaltene Wasser zeitverzögert aus dem Moor versickern, was bei Dürreereignissen positive Auswirkungen auf die Umgebung hat.

Moorfrosch im bläulichen "Hochzeitsgewand" (Foto: Mario Haack)

Wollgras im Odeweger Moor (Foto: Antje Mahnke-Ritoff)
Das Projekt zur Wiedervernässung im Odeweger Moor wurde durch den ehemaligen, 2020 verstorbenen Naturschutzbeauftragten des Landkreises Verden und NABU-Ortsgruppenleiter, Gustav Schindler, initiiert. Es war sein Herzensprojekt. Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde hat Gustav Schindler den Antrag auf Förderung bei der NBank gestellt. Es ist ein freiwilliges Klimaschutzprojekt, an dem mehrere private Flächeneigentümer beteiligt sind. Es erfolgt keine Unterschutzstellung des Gebietes.

Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedernachsens (Zuwendungen zur Förderung des Klimaschutzes durch Verringerung der Freisetzung von Treibhausgasen aus Böden mit hohen Kohlenstoffgehalten) gefördert.
Ansprechpartner/in
| Antje Mahnke-Ritoff | |
| Landkreis Verden - Kreishaus, Zimmer 1134 (Eingang Ost, 1. OG) Lindhooper Straße 67 27283 Verden (Aller) Telefon: 04231 15-757 E-Mail: Antje-Mahnke-Ritoff@landkreis-verden.de | |
