Martin Rodenburg aus Barme wurde jetzt offiziell zum ehrenamtlich Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege für die Gemeinden Dörverden und Kirchlinteln ernannt. Rolf Thies, Fachdienstleiter Bauordnung des Landkreises Verden, überreichte im Beisein von Kreisarchäologin Nadja Lüdemann die Bestellungsurkunde.

Martin Rodenburg (Bildmitte) wurde von Rolf Thies, Leiter des Fachdienstes Bauordnung des Landkreises, und der Kreisarchäologin Nadja Lüdemann im Amt begrüßt. (Foto: Landkreis Verden)
Rodenburg unterstützt damit offiziell die Arbeit der Kreisarchäologie. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, archäologische Denkmale und Fundstellen in den beiden Gemeinden des Landkreises zu überprüfen und zu registrieren sowie Erdarbeiten zu beobachten. Rodenburg wird außerdem Sondengänger ausbilden und die Zusammenarbeit mit Institutionen und Verbänden im Bereich der Denkmalpflege pflegen.
„Für die Kreisarchäologie sind die ehrenamtlich Beauftragten aufgrund ihrer besonderen Ortskenntnisse und ihres Fachwissens eine ganz wichtige Stütze“, betont Kreisarchäologin Lüdemann.
Rodenburg, gebürtiger Bremer, lebt seit fast 30 Jahren in Barme. „Ich wollte schon als Kind Archäologe werden und bin dann doch ganz woanders im öffentlichen Dienst gelandet“, erzählt Rodenburg. Schon bald nach dem Umzug in die Gemeinde Dörverden kam er aus geschichtlichem Interesse mit der Kreisarchäologie in Kontakt, unterstützte diese in den folgenden Jahren mehrmals bei der Hügelgräberkontrolle und besuchte Veranstaltungen der urgeschichtlichen Arbeitsgemeinschaft im Landkreis.
Nachdem die Kinder des Familienvaters groß waren und er wieder mehr Zeit für Hobbys hatte, stieß Rodenburg eher zufällig auf das Thema Metalldetektoren. Er recherchierte umfassend zum Thema, absolvierte daraufhin die vom Landesamt für Denkmalpflege vorgeschriebenen Schulungen für die Suche mit dem Metalldetektor und beantragte eine entsprechende Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde.
Fortan verbrachte er mehrere Jahre lang fast jede freie Minute mit seinem Detektor auf den Feldern seiner Heimatgemeinde und machte auch schon einige spektakuläre Funde, über die auch in den Zeitungen berichtet wurde. So zählten beispielsweise ein sogenannter Hemmoorer Eimer, kaiserzeitliche Fibeln, Fibeln aus der Zeit der Christianisierung und ein Spatel eines römischen Legionsarztes zu seinen Funden. Bemerkenswert war auch der Fund einer Münze von 1639, die das Land per Schatzregal an sich genommen hat.
Auch in der praktischen Ausbildung künftiger Sondengänger unterstützte Rodenburg in den vergangenen Jahren bis heute das Landesamt. Die jetzige Ernennung zum ehrenamtlich Beauftragten für die archäologische Denkmalpflege ist für ihn die Krönung seines heimatgeschichtlichen Interesses. „Irgendwie hat mich das Schicksal dann doch auf Umwegen wieder zu meinem ersten Berufswunsch zurückgeführt“, schmunzelt er.
Pressemitteilung Landkreis Verden 06.06.2024
