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Anita Augspurg auf der Bühne
„Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“: Anita Augspurg und das Frauenwahlrecht
Schauspielerin Birgit Scheibe (rechts) begleitet von Bühnenmusikerin Karin Christoph (Foto: Gabriele Tinscher) Das Theaterstück „Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“ von F. Thomas Gatter über Anita Augspurg und das Frauenwahlrecht entstand zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts. Am 19. Januar 1919 wurde die verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt. Frauen hatten nun das Recht um politische Ämter zu kandidieren und waren erstmals stimmberechtigt. Millionen von Frauen gingen zur Wahl.
Dass Frauen in der Politik mitbestimmen, dass sie wählen und gewählt werden können, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Doch das Frauenwahlrecht musste gegen viele Widerstände erstritten werden. Eine der engagiertesten Vorkämpferinnen für das Frauenstimmrecht war die Verdenerin Anita Augspurg. Zielstrebig hat sie sich Jahrzehnte lang für die politische und staatsbürgerliche Gleichstellung der Frauen eingesetzt und immer wieder unbeirrbar die Auseinandersetzung mit Wahlrechtsgegnern in Gesellschaft und Politik aufgenommen. Als im November 1918 die Monarchie zusammenbrach und mit der Weimarer Republik erstmals eine demokratische Gesellschaftsordnung entstand, wurde auch Anita Augspurgs Kampf von Erfolg gekrönt. Das Dreiklassenwahlrecht wurde abgeschafft, das allgemeine Wahlrecht wurde eingeführt. Damit hatten in Deutschland nun auch Frauen das Recht zu wählen und gewählt zu werden.
Das Theaterstück „„Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“ versetzt das Publikum zurück an diesen bedeutenden Tag in der Frauengeschichte. Der 19. Januar vor hundert Jahren wurde für die Juristin und Frauenrechtlerin Anita Augspurg zum Tag des Triumphes. „Schaut an einem Tag wie heute weit hinaus in die Zukunft“, appelliert sie an die Frauen sich zu empören, wo immer ihnen eine faire Beteiligung versagt wird, „Engagiert Euch für die wirkliche politische Gleichberechtigung!“
Das Theaterstück wurde von der Regisseurin Susanne Baum inszeniert. Anita Augspurg wird von der Schauspielerin Birgit Scheibe gespielt und die Bühnenmusikerin Karin Christoph begleitet das Stück musikalisch mit Akkordeon, Geige und Gesang. Mit dabei ist bei den Aufführungen auch der Achimer Frauenchor SingArt der Kreismusikschule Verden unter Leitung von Regine Jungmann.
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Das Bühnenstück kann - auch in einzelnen Szenen - für Auftritte gebucht werden. Für weitere Informationen und für eine Buchung nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
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Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn: Anita Augspurg und das Frauenwahlrecht
"Mach das Buch zu - heirate mich": Anita Augspurg - ein Lebensmonolog

Birgit Scheibe in der Rolle der Anita Augspurg in "Mach das Buch zu - heirate mich" (Foto: Neumann / Landkreis Verden) "Mach das Buch zu - heirate mich. Anita Augspurg - ein Lebensmonolog" zeigt Anita Augspurg als Menschen. Ihre Liebe zur Natur und zu Tieren, ihr Wunsch nach Bildung, ihr Interesse für das Theater, Literatur und die Künste, ihr Interesse für politische Fragen, all das wurde in ihrer Familie geweckt. Auch in ihrer Schule, in der Hertzegerie in Verden, fühlte sie sich gefördert. Für ihre Suche nach einer selbstbestimmten und ihr gemäßen Lebensform verließ sie ihre Heimatstadt und ging in die Welt.
Der Bühnenmonolog „Mach das Buch zu - heirate mich" folgt der Biographie Anita Augspurgs und zeigt die Themen, die im Mittelpunkt ihres Lebens standen. Anita Augspurg, selbst einmal wortgewaltige Schauspielerin, wird auf der Bühne lebendig. Augspurg starb 1943 mit 86 Jahren im Exil in Zürich. Das szenische Portrait von Christiane Henke mit der Schauspielerin Birgit Scheibe entstand im Auftrag der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Verden. Das Projekt wurde aus Mitteln der STIFTUNG NIEDERSACHSEN gefördert. Es wurde am 23.06.2009 im Deutschen Pferdemuseum in Verden uraufgeführt.
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"Anilid. Anita Augspurg im Exil"

Szenenfoto aus "Anilid. Anita Augspurg im Exil" mit Birgit Scheibe in der Rolle der Anita Augspurg (Foto: A. König) Mit dem Theaterstück "Mach das Buch zu - heirate mich" wurde die jüngere Anita Augspurg dem Publikum bekannt. Die Autorin Christiane Henke lässt in ihrem zweiten Stück "Anilid. Anita Augspurg im Exil" die bekannte Frauenrechtlerin als alte Frau auf ihr Leben zurückblicken.
Anilid - so wurden Anita und Lida von ihren Freundinnen mit gemeinsamem Namen genannt. In dem Bühnenstück "Anilid. Anita Augspurg im Exil" berichtet Anita Augspurg von ihrem Einsatz für den Frieden. Sie beschreibt, wie die Ideen der Frauenrechtlerinnen die Gesellschaft verändert haben, welche Erfahrungen sie als Pazifistin gemacht hat und was sie angetrieben hat in ihrem Engagement für eine gerechtere Welt - auch in Zeiten von Unmenschlichkeit und Gewalt und trotz der politischen Ohnmacht im Exil.
Das Theaterstück "Anilid. Anita Augspurg im Exil" mit der Schauspielerin Birgit Scheibe und unter der künstlerischen Leitung von Gabriele Benner wurde am 05.03.2010 im Deutschen Pferdemuseum in Verden uraufgeführt.
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